Beantragung der Novemberhilfe

02.12.2020 | Aktuelles

Beantragung der Novemberhilfe

Nachstehen stellen wir Ihnen einmal die Novemberhilfe kurz vor. Sofern Sie davon ausgehen, dass Sie antragsberechtigt sind und wir für Sie tätig werden sollen, schicken Sie uns bitte das verlinkte Dokument komplett ausgefüllt und unterschrieben zurück. Wir reichen den Antrag nach Prüfung umgehend für Sie ein.

Hier können Sie das Dokument herunterladen.

Wer ist antragsberechtigt?
Ein Unternehmen ist nur dann antragsberechtigt, wenn es zum Stichtag 29.02.2020 zumindest einen Beschäftigten hatte (unabhängig von der Stundenanzahl). Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe sind davon abweichend auch ohne Beschäftigte antragsberechtigt, wenn ihre selbständige oder freiberufliche Tätigkeit im Haupterwerb ausgeübt wird. Hierfür muss die Summe der Einkünfte im Jahr 2019 zu mindestens 51 % aus der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit bestehen. Als Soloselbständige gelten Antragsteller, die zum Stichtag 29.02.2020 weniger als einen Vollzeit-Mitarbeiter beschäftigt haben.

Antragsberechtigt sind zudem nur direkt von den Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen sowie indirekt betroffene Unternehmen nach folgender Maßgabe:

  1. Direkt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf Grundlage der erlassenen Schließungsverordnungen der Länder Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Beispiel: Bars, Gastronomiebetriebe, Beherbergungsbetriebe, Fitnessstudios
  2. Indirekt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig (bezogen auf das Jahr 2019) 80 % ihrer Umsätze mit direkt betroffenen Unternehmen erzielen. Beispiel: Musiker der in Bars auftritt, eine Wäscherei die vorwiegend für Hotels arbeitet
  3. Verbundene Unternehmen – Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten – sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 % des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden dann bis zu 75 % des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen.
  4. Unternehmen, die regelmäßig (bezogen auf das Jahr 2019) 80 % ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen. Diese Unternehmen müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie wegen der Schließungsverordnungen einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 % im November 2020 erleiden. Beispiel: Caterer, Tontechniker

Nicht antragsberechtigt sind:

-       Unternehmen, die sich bereits zum 31.12.2019 in (wirtschaftlichen) Schwierigkeiten befunden haben (EU-Definition)
         und diesen Status danach nicht wieder überwunden haben,
-       Unternehmen, die erst nach dem 30.09.2020 gegründet wurden,
-       Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit vor dem 31.10.2020 dauerhaft eingestellt haben und
-       Freiberufler oder Soloselbständige im Nebenerwerb.

 

Was zählt als Umsatz?
Umsatz ist der steuerbare Umsatz nach dem Umsatzsteuergesetz. Dies umfasst Umsätze aus Lieferungen und Leistungen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Relevant ist lediglich der Netto-Umsatz. Ein Umsatz wurde grundsätzlich dann in einem Monat erzielt, wenn die Leistung in diesem Monat erbracht wurde. Im Falle der Ist-Versteuerung (Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten) ist bei der Frage nach der Umsatzerzielung auf den Zeitpunkt des Zahlungseingangs abzustellen. 

Erfolgt keine monatliche Abrechnung der Umsätze (zum Beispiel bei Dauerleistungen), ist es zulässig, von einer gleichmäßigen Verteilung der Umsätze auszugehen.

Eine Sonderregelung gilt des Weiteren für Restaurants mit Außerhausverkäufen. Außerhausverkäufe bleiben sowohl bei der Ermittlung des Umsatzrückgangs als auch der Förderung und des Zuverdienstes unberücksichtigt.

Nicht als Umsatz zu berücksichtigen sind zudem:

-      Unentgeltliche Wertabgaben (z. B. private PKW-Nutzung),
-      Innergemeinschaftliche Erwerbe,
-      Umsätze aus gewerblicher Vermietung, die optional der Umsatzbesteuerung unterliegen,
-      Einmalige Umsätze (zum Beispiel Umsätze aus Anlageverkäufen),
-      Überbrückungshilfe I und II

 

Wie hoch ist die Novemberhilfe?
Die Novemberhilfe beträgt 75 % vom Nettoumsatz des Vergleichszeitraums, anteilig für jeden Tag im November 2020. Sie ist als Betriebseinnahme zu erfassen. Grundsätzlich ist der Vergleichszeitraum der November 2019. Im Falle von Soloselbständigen kann als Vergleichsumsatz alternativ der durchschnittliche Netto-Monatsumsatz im Jahr 2019 zugrunde gelegt werden. Bei Unternehmen und Soloselbständigen, die nach dem 31.10.2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Netto-Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Netto-Durchschnittsumsatz seit Gründung gewählt werden. 

 

Anrechnung von weiteren Leistungen
Der Leistungszeitraum der Novemberhilfe überschneidet sich mit der zweiten Phase des Überbrückungshilfeprogramms (Leistungszeitraum September bis Dezember 2020). Eine Inanspruchnahme der Überbrückungshilfe schließt die Inanspruchnahme der Novemberhilfe jedoch nicht aus. Leistungen aus der Überbrückungshilfe für den selben Leistungszeitraum werden jedoch auf die Novemberhilfe angerechnet.

 

Kurzarbeitergeld inklusive der Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen wird für den Leistungszeitraum auf die Leistungen der Novemberhilfe angerechnet. Ist die Inanspruchnahme entsprechender Leistungen geplant oder bereits erfolgt, sind die voraussichtlichen Leistungen für November 2020 im Rahmen des Antrags auf Novemberhilfe mit anzugeben. Die Anrechnung dieser Leistungen auf die Novemberhilfe erfolgt anteilig für jeden Tag des Leistungszeitraums.

 

Reine Liquiditätshilfen, wie zum Beispiel rückzahlbare KfW-Kredite, werden nicht angerechnet. Leistungen der Grundsicherung (ALG II) sichern das Existenzminimum und werden nicht auf die Novemberhilfe angerechnet.

 

Wie erfolgt die Antragsstellung und Auszahlung?
Grundsätzlich erfolgt die Antragstellung über einen prüfenden Dritten.

Soloselbständige können allerdings alternativ zur Antragstellung über den prüfenden Dritten auch einen Direktantrag stellen. Voraussetzungen hierfür sind:

  • Soloselbständig im Sinne der Novemberhilfe, d. h. zum 29.02.2020 weniger als ein Vollzeitmitarbeiter.
  • Es werden maximal 5.000 Euro Novemberhilfe beantragt (dies entspricht einem Umsatz von 6.666 Euro).
  • Es wurden nicht bereits Überbrückungshilfe 1 oder 2 beantragt.

Ein Direktantrag schließt also die Antragstellung über einen prüfenden Dritten (Steuerberater) aus. Achtung: Er kann nicht über das Antragssystem zurückgezogen oder korrigiert werden.

Die Auszahlung erfolgt über Abschlagzahlungen. Bei Direktanträgen erfolgt die Abschlagszahlung in voller Höhe, also bis zu 5.000 Euro. Bei über den Steuerberater gestellten Anträgen wird automatisch ein Abschlag von 50 % gewährt, höchstens jedoch 10.000 Euro pro Antragsteller. Bitte beachten Sie, dass unsere Kosten für die Antragstellung im Gegensatz zu den Kosten für die Beantragung der Überbrückungshilfe von Ihnen selbst getragen werden müssen und nicht erstattungsfähig sind.

Wenn Sie Fragen diesbezüglich haben, können Sie sich gerne an uns wenden.

Beste Grüße
Ihr Team vom Steuerbüro

Alle Angaben haben wir zum aktuellen Stand nach besten Wissen zusammengestellt, allerdings ohne Gewähr.


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