Corona-Update zur Soforthilfe und zu weiteren Unterstützungsangeboten

20.11.2020 | Aktuelles

Corona-Update zur Soforthilfe und zu weiteren Unterstützungsangeboten

Wegen der rasant steigenden Fallzahlen und der drohenden Überlastung des Gesundheitssystems haben Bund und Länder im Oktober 2020 neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. So soll das Infektionsgeschehen wieder unter Kontrolle gebracht werden. Die dafür erforderlichen temporären Schließungen bedeuten aber auch eine enorme wirtschaftliche Belastung für die betroffenen Unternehmen, die gerade erst dabei waren, sich vom ersten Lockdown zu erholen. Um diese Betriebe, Selbständigen, Vereine und Einrichtungen zu unterstützen, wurde nun eine zielgerichtete außerordentliche Wirtschaftshilfe - die sogenannte Novemberhilfe -bereitgestellt, die über die bereits laufenden Unterstützungsprogramme deutlich hinausgeht. Damit das Geld schnell bei den Betroffenen ankommt, fließen ab Ende November erste Abschlagszahlungen. Die Antragstellung startet in der letzten Novemberwoche, damit das Verfahren zur regulären Auszahlung noch finalisiert und die Novemberhilfe unmittelbar im Anschluss ausgezahlt werden kann.

 

Rückmeldeverfahren zur Soforthilfe erneut verschoben

 Aufgrund der aktuell noch immer ungeklärten Probleme wird sich die Wiederaufnahme der Rückmeldungen zur NRW-Soforthilfe 2020 noch etwas verzögern. Die Abrechnung soll nun im Frühjahr 2021 erfolgen; für eine mögliche Rückzahlung besteht bis zum Herbst 2021 Zeit. Bitte beachten Sie: Aus steuerlichen Gründen kann es gerade bei Einnahmen-Überschuss-Rechnern trotzdem sinnvoll sein, die Soforthilfe noch in diesem Jahr zurückzuzahlen. Ende November erhalten daher alle Soforthilfe-Empfänger eine E-Mail von der E-Mailadresse noreply@soforthilfe-corona.nrw.de, die ihnen die Möglichkeit eröffnet, noch im laufenden Jahr abzurechnen und gegebenenfalls zu viel erhaltene Mittel zurückzuzahlen. Wer sich für diese Option entscheidet, erhält mit einem Klick Zugriff auf die so genannte Berechnungshilfe sowie das Rückmelde-Formular. Alle anderen brauchen zunächst einmal nichts weiter zu unternehmen.

 

Novemberhilfe startet bald

Gute Nachrichten gibt es bezüglich der Novemberhilfe. Hier sollen noch im laufenden Monat erste Anträge gestellt werden können. Auch wurde zugesichert, dass im Zweifelsfall eine Abschlagszahlung umgehend geleistet werden soll. Aktuell steht jedoch noch die technische Umsetzung aus. Ob Sie von der Novemberhilfe profitieren können, erfahren Sie in der beiliegenden Übersicht. Dieser Infografik können Sie entnehmen, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Beantragung erfüllt sein müssen.

 

Hilfe zum Neustart

 Die aktuelle Überbrückungshilfe II läuft derzeit noch bis zum 31.01.2021. Sie soll nun als Überbrückungshilfe III bis Ende Juni 2021 verlängert und erweitert werden. Dazu gehört auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbständige“. Dabei soll es weitere Verbesserungen geben, etwa bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch von Abschreibungen. Die maximale Förderhöhe soll von monatlich 50.000 Euro auf 200.000 Euro erhöht werden.

Die Neustarthilfe gilt für Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen können und die ihr Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 % aus selbständiger Tätigkeit erzielt haben. Betroffene, zum Beispiel aus dem Kunst- und Kulturbereich, sollen künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale (Neustarthilfe) in Höhe von 25 % des Umsatzes (maximal 5.000 Euro) für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 als steuerbaren Zuschuss erhalten können.

 

Komplizierte Abrechnung

Die Abrechnung wird kompliziert. Die so genannte Betriebskostenpauschale wird gewährt, wenn der Umsatz des Soloselbständigen während der siebenmonatigen Laufzeit (Dezember 2020 bis Juni 2021) im Vergleich zu einem siebenmonatigen Referenzumsatz 2019 um mehr als 50 % zurückgegangen ist. Um den Referenzumsatz 2019 zu bestimmen, wird der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 zugrunde gelegt (Referenzmonatsumsatz). Der Referenzumsatz ist das Siebenfache dieses Referenzmonatsumsatzes. Betroffene, die ihre selbständige Tätigkeit nach dem 01.10.2019 begonnen haben und daher keine Jahresumsätze für 2019 vorweisen können, können als Referenzmonatsumsatz entweder den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz des 3. Quartals 2020 (01.07. bis 30.09.2020) wählen.

 


Die Neustarthilfe ist dafür aber nicht auf Leistungen der Grundsicherung anzurechnen. Es handelt sich um einen Zuschuss, der – wenn die Antragsvoraussetzungen vorliegen – nicht zurückzuzahlen ist.

Wie Sie erkennen können, ist noch längst kein Ende des Hilfsangebotes in Sicht. Allerdings wird die Beantragung immer unübersichtlicher und komplizierter. Sobald die Beantragung der Novemberhilfe, der Überbrückungshilfe III und der Neustarthilfe möglich ist, werden wir uns wieder bei Ihnen melden.

Alle Angaben haben wir zum aktuellen Stand nach besten Wissen zusammengestellt, allerdings ohne Gewähr.


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